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Knotenkunde Teil I

Ahoi bei Sturm oder Flaute – der Segelblog für alle!

In diesem Blogbeitrag möchte ich euch einen Teil in die wichtigsten Knoten an Bord vermitteln.

Warum nicht einfach irgendwelche Knoten?

Seemannsknoten sind aus verschiedenen Gründen nützlich und sinnvoll.
1. Sie sind immer gleich oder sehr ähnlich und dadurch gut überprüfbar
2. Sie sind stabil und zuverlässig
3. Sie lassen sich wieder lösen, auch wenn das Tauwerk große Last oder Nässe erfahren hat

Es gibt haufenweise Artikel und Videos im Netz und verschiedene Varianten wie ein Knoten gemacht werden kann. Ich habe mir für diesen Beitrag den Palstek und den Stopperknoten vorgenommen.
Ich weiß, dass die meisten unter euch nun anfangen zu gähnen und den Beitrag nicht bis zum Ende verfolgen werden. Das wäre okay für mich, wobei ich euch herzlich einladen mag doch bis zum Ende dabei zu bleiben und vielleicht sogar eure Varianten im Kommentar mit uns zu teilen♥

Hauptsächlich richtet sich dieser Beitrag aber auch an die Sturm oder Flaute Leser und Leserinnen, die noch gar nicht auf dem Wasser unterwegs sind und es gerne irgendwann machen wollen, oder die einfach gern gute Knoten lernen wollen (sie sind ja universell zu gebrauchen). Und vorallem ist dieser Eintrag für die, die gerade neu in die Materie Wassersport eintauchen und meinen Blog inspirierend finden. 🙂

Bekanntermaßen gibt es ja viele Wege nach Rom. So auch bei den Knoten…

Ich möchte euch den Palstek in 2 Varianten zeigen (mit einer, für mich, neuen Metapher) und einen Stopperknoten, bzw. 2 Versionen.

Palstek

Der Palstek wird genutzt, um ein Boot an einem Dalben (Poller) oder an einer Klampe fest zu binden. Es entsteht ein Auge am Ende des Tau`s, quasi wie bei einem Lasso. (An alle Nicht-Segler mit Kindern: Eure Kinder werden es euch beim Cowboy spielen danken 😉 Es sei denn, die Schlinge soll sich zu ziehen, dann braucht ihr den Lassoknoten )
Der Palstek wird allerdings nicht nur zum Festmachen des Bootes an Land genutzt, sondern findet an vielen Stellen an Bord seine Berechtigung. Wäscheleine, Ankerleine, Vorsegelschoten u.ä. lassen sich damit hervorragend festbinden.

Die gängigste Metapher lautet:
„Wir haben hier einen Teich.
Aus dem Teich springt ein Frosch.
Der läuft um den Baum herum und
Springt zurück in den Teich.“

Im Video kannst du die erwachsenen Metapher sehen/lesen und die „Schnick-Schnack-Schnuck“-Variante.

Stopperknoten

Ein Stopperknoten sorgt dafür, wie der Name schon verrät, dass eine Leine gestoppt wird. Er wird am Ende eines Tau`s gesetzt. Dies soll verhindern, dass die Leine durch eine Rolle, einen Block, eine Klemme o.ä. durchrauschen kann. Es ist nämlich so richtig nervig und ärgerlich, wenn hoch oben am Mast die Leine durchgerauscht ist. Dann muss nämlich jemand in den Bootsmannstuhl steigen und da hoch gezogen werden. Und wenn es so richtig doof gelaufen ist, dann verläuft die Leine, wie so oft, innen im Mast. Um es mit den Worten eines Freundes auszudrücken: „Dann haste richtig Geburtstag!“

Klassisch wird hier der AchterKnoten , oder auch Endacht genannt, verwendet. Ich habe da aber noch eine andere Variante für mich entdeckt, die ich euch im Video zeige. Es ist der doppelte Überhandknoten. Ich finde der legt sich noch besser vor eine Verengung, bleibt besser in der Leine und lockert sich nicht ständig selbst.
Beide Knoten legen sich aufgeschoben schön rund vor eine Verengung und stoppen. Lösen lassen sie sich beide, auch nach richtig Zug, wieder unkompliziert und einfach.
(Wer von euch kennt den Namen für die 2. Variante? Bitte verratet es unten in einem Kommentar ♥)

So und nun wünsche ich euch viel Spaß mit dem ersten Teil der wichtigsten Knoten in der Sportbootschifffahrt. Weitere Teile folgen…
Viel Spaß beim Üben… Hinterlasst doch mal einen Kommentar wie es euch gefallen hat und ob es euch geholfen hat.

-> Hier gehts zum Video…
oder du klickst einfach hier unten 😉

Lasst`die Haare wehen und klemmt euch nicht!

Eure Kim

Kim

Das ist Kim, eine segelbegeisterte, lebensfrohe und energievolle Frau, die den Schritt zum eigenen Boot wagt. Die gute Irmi scheint ihr als angemessenes Geschenk zum 30. Geburtstag (2018). Was sie so erlebt, repariert, testet, sich ausdenkt und zu berichten hat schreibt sie auf, dreht sie Videos von, hält sie in Bildern fest und spricht sie in ihrem Podcast ein. Manchmal ist sie allein, öfter hat sie ihre Freunde oder interessante Menschen an Bord. Immer ist irgendwas los, es wird nie langweilig!!!Sie hat den großen Traum um die Welt zu segeln... bis dahin sammelt sie Erfahrungen auf der Ostsee oder wo sie hin eingeladen wird. Weitere Wassersportarten werden ausprobiert und finden ggf. einen Platz in ihrem Repertoire. Sie genießt das Leben und nimmt Dich ein Stück mit... Ihre Devise: "Gib`nicht auf, sondern kämpfe für deine Träume und dann SPRING` einfach! Sturm oder Flaute - der Segelblog für Alle!

2 Comments

  1. Ich kenne den doppelten Überhand auch nur noch bei der englischen RYA als Stopper Knot. Und da gilt er auch als Alternative zum Achterknoten. Mag ich auch lieber, ich habe schon so oft den Achterknoten bei Jollen aufgehen sehen …
    Grüße
    Christian

    • Hallo Christian. Ja ich auch. Also ich mag den lieber und habe auch schon oft den Achtknoten aufgehen sehen-Nicht nur auf Jollen. Gerne auch an dickeren Schoten. Liebe Grüße

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