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Urlaubsvorbereitungen – die heiße Phase –

Ahoi bei Sturm oder Flaute. Schön, dass ihr wieder an Bord seid oder neu dazu gekommen seid… Dann heiße euch an dieser Stelle mal herzlich willkommen♥

Wie der Titel schon verrät soll es bald in den langersehnten Urlaub gehen. Doch bevor es losgeht gibt`s noch das Ein-oder Andere zu erledigen…

Hörversion

Jessi und ich haben uns schon im Winter ausgemalt, wie wir den Sommer bzw. die ganze Saison auf der Irmi verbringen wollen. Wir wollten segeln un segeln und segeln, zu jeder freien Zeit. Wir wollten die Häfen rund um die Kieler Förde anlaufen und auskundschaften. Wir wollten wieder mit Freunden gemeinsam ankern. Wir wollten schwimmen und vom Dalben springen. Wir wollten in der Sonne sein und das Leben genießen!

2019 ist nicht so easy, wie 2018

Tja, 2019 meint es irgendwie nicht so ganz easy mit uns, wie das Jahr 2018.
Zumindest fühlt es sich so an.
2018 war sonnenreich und warm. Jessi und ich waren gefühlt jedes Wochenende zusammen an Bord und hatten viele tolle Segeltörns mit Irmi und unseren Freunden.
Das Wetter ist regelmäßig ungemütlich, nass und kalt. Wir hatten oder haben oft sehr viel Wind gehabt oder halt sehr wenig.

Jessi muss teilweise mehr arbeiten (Fachkräftemangel, krankheitsbedingte Ausfälle im Team) und genießt ihre freie Zeit auch gerne einfach mal mit ihren neuen Mitbewohnern und Mitbewohnerinnen. Sie hat dadurch logischerweise etwas weniger Zeit zum Segeln.
Ich arbeite eigentlich weniger und habe trotzdem -gefühlt- kaum Zeit zum Segeln oder für Reparaturen am Boot.
Ja okay, ich gebe zu, dass ich bislang nicht unbedingt wenig gesegelt bin, wenn ich die Regatten und Arbeitseinsätze im Camp mitzähle. Aber mit der Irmi bin ich wenig gesegelt.

Und ich muss gestehen, dass ich in den letzten Wochen recht unmotiviert war mich den nötigen Instandhaltungen von Irmi zu stellen. Ich hatte einfach kein Bock! Ich wollte freie Zeit. Ich wollte meine Ruhe. Ich wollte kreativ sein. Ich wollte Leichtigkeit.
Stattdessen fühlte es sich an, wie unüberwindbare Berge an Arbeiten.
Ich war genervt von Irmi. Ich wollte ein anderes Boot. Ein Boot, dass besser in Schuss ist und nicht gefühlt überall, in jedem Winkel neue Aufgaben bereit hält. Und ich wollte ein Boot mit Motor.

Die Zeit im Winterlager nicht optimal genutzt

Natürlich habe ich mich am meisten über mich selbst geärgert!
Dass ich die Zeit im Winterlager nicht optimaler genutzt habe. Ich war ja nicht untätig, aber das Eine oder Andere hätte noch erledigt werden können. Und vielleicht hätte ich mich auch noch umfangreicher informieren sollen, was man am besten im Winterlager alles so checken und vorsorglich tauschen solle. (Zum Beispiel die Borddurchlässe… Die stehen auf meiner Prio mittlerweile ganz oben! Hab ich noch gar nicht so explizit vorher drüber nachgedacht.) Aber so ist das, wenn man noch nicht super viel Erfahrung hat… Da lernt man und lernt und lernt…aus allen Situationen entstehen immer wieder neue Lernerfahrungen. Stück für Stück bekommt man immer etwas mehr Wissen und den Überblick über die Pflege einer Yacht.
Und irgendwann wird man hoffentlich resoluter und gelassener ??

Tja, aber nun ist da halt die Irmi und nun ist da halt dieses unbeständige Wetter und nun steht halt der Urlaub vor der Tür.

Jessi und ich haben uns schon über alternative Ideen ausgetauscht. Wir überlegten bei ihren Mitbewohnern auf einem Hausboot mitzufahren. Wir sprachen über Campingurlaub in Spanien oder nen abenteuerlichen mehrtägigen Opti-Törn auf der Förde…
Alle Ideen fanden wir interessant und spannend, aber so richtig war es nicht das gelbe vom Ei 😉
Wir wollten eigentlich lieber mit Irmi segeln.

Wir werden mit Irmi segeln!

Also haben wir letzte Woche nochmal gesprochen und uns entschieden, dass wir segeln werden. Wir werden mit Irmi segeln! Wir werden uns vorsichtig voran tasten. Kleine Etappenziele vornehmen. Günstige Wetter- und Windverhältnisse abpassen. Wir werden uns vorab über jeweilige Häfen informieren und bei Bedarf um Hilfe bitten.

Ich traue uns das zu. Das wird schon irgendwie werden. Ich bin optimistisch. Think positive und so ??

Was gibt`s noch zu tun?

Ich bin nun am planen und organisieren. Ein paar Dinge möchte ich gern noch vor der Reise erledigt haben.
Zum Beispiel soll am besten doch noch eine Motorisierung her. (So ganz ohne Motor werden wir auch los, aber sicherer würden wir uns schon mit einem Motor fühlen.) Hierfür stehe ich nach wie vor vor der Entscheidung, ob der Einbaumotor wieder eingebaut oder doch ein Außenborder angebaut werden soll. (Immernoch favorisiere ich den alten, vorhandenen, kleinen Faryman) Am kommenden Wochenende bin ich mit Timo verabredet und dann wollen wir mal etwas im Motorraum hinzimmern.
Zur Not besteht die Möglichkeit einen Außenborder am Heckspiegel anzubringen. Eine entsprechende Halterung habe ich schon in Aussicht. Und theoretisch auch einen Außenborder… Allerdings ist das ein Kurzschafter und für Segelboote sind Langschafter besser geeignet. Und er hat auch eigentlich zu wenig Leistung. Die 6PS werden für Irmi zu wenig sein, sobald nur ein bisschen Gegenströmung herrscht. (Das durfte Maddin mit seinem Boot (Atlas20) gerade in der Schlei erfahren. Mit den gerade mal 950KG Gewicht kam er gegen die Strömung nicht an und musste geschleppt werden.

Desweiteren muss/sollte die Rumpf-Deck-Verbindung im Vorschiffsbereich neu abgedichtet werden. Da kommt neuerdings etwas Wasser durch, bei Welle oder starkem Regen. Und eine nasse Koje da vorne wäre ungemütlich und uncool!

Kabel für das Topplicht und das Dampferlicht müssen noch zum Schaltpanel verlegt und angeschlossen werden.

Zusätzlich brauchen wir etwas mehr Platz an Bord zum Stauen. Denn Jessi bringt natürlich für 2-3 Wochen Gepäck mit und etwas Platz für Nahrungsmittel brauchen wir auch. Also müssen wir ein paar meiner Dinge ausstauen und bei Jessi im Lagerraum zwischenlagern. Dies ist für Montag geplant, wenn alles gut läuft.
Anschließend werden wir einkaufen und uns dann so zu Dienstag oder Mittwoch zum Ablegen bereit machen.

Also so lang ist die to-do Liste nicht und wir haben beide Bock auf die Reise. Also wird das schon werden!!!

Ich bin mir sicher, dass wir eine ganz tolle und aufregende Zeit haben werden. Wir werden unsere Segelkenntnisse deutlich erweitern und viele Erfahrungen sammeln können.

Ich freue mich wahnsinnig auf die Zeit in anderen Häfen, die Zeit mit Jessi (endlich mal wieder ohne Zeitdruck quatschen, reflektieren, philosophieren, lachen und herumalbern) und ich bin gespannt was für Menschen wir treffen und kennenlernen werden.

Ihr werdet es auf den social Media Kanälen mitbekommen was wir erleben, wen wir treffen und wo wir sein werden.
Seid dabei… folgt uns virtuell, gebt uns eure Tipps für die schönsten Häfen und Ankerbuchten und/oder trefft uns live ♥

*reminder* Sommeraktion

Und denkt an die Sommeraktion… Schickt eure Fotos, Postkarten, Gedichte o.ä. an das Sturm oder Flaute-Postfach und gewinnt eines der drei Sommerpakete
(Sturm oder Flaute , Postfach 5112, 24106 Kiel)

Ich werde mich jetzt mal an die Vorbereitungen machen…
Lasst`die haare wehen Leute und klemmt euch nicht!

Eure Kim

Kim

Das ist Kim, eine segelbegeisterte, lebensfrohe und energievolle Frau, die den Schritt zum eigenen Boot wagt. Die gute Irmi scheint ihr als angemessenes Geschenk zum 30. Geburtstag (2018). Was sie so erlebt, repariert, testet, sich ausdenkt und zu berichten hat schreibt sie auf, dreht sie Videos von, hält sie in Bildern fest und spricht sie in ihrem Podcast ein. Manchmal ist sie allein, öfter hat sie ihre Freunde oder interessante Menschen an Bord. Immer ist irgendwas los, es wird nie langweilig!!!Sie hat den großen Traum um die Welt zu segeln... bis dahin sammelt sie Erfahrungen auf der Ostsee oder wo sie hin eingeladen wird. Weitere Wassersportarten werden ausprobiert und finden ggf. einen Platz in ihrem Repertoire. Sie genießt das Leben und nimmt Dich ein Stück mit... Ihre Devise: "Gib`nicht auf, sondern kämpfe für deine Träume und dann SPRING` einfach! Sturm oder Flaute - der Segelblog für Alle!

2 Comments

  1. Hallo Kim, deine Zeilen kommen mir alle ja sowas von bekannt vor…mit manchen Dingen, halbfertigen Sachen an Bord kann man leben, mit anderen nicht. Wenn ich Motor und basteln lese, stehen mir die Haare zu Berge und manch ungute Erinnerung der letzten 11 Jahre, die ich meine Ashanti habe, kommen mir hoch. 2 innborder und 3 Aussenborder hat die kleine Zicke in der Zeit verschlissen. Und auch dieses Jahr hielt ich das Startseil von meinem treuen Honda in der Hand, währen sich bei Windstille ein übles Gewitter über mir zusammenbraute. Hätte nicht sein müssen, bei der Frühjahrsinspektion hatte ich ja gesehen, dass es nicht mehr das beste war und ein Tausch vielleicht eine halbe Stunde extra gedauert hätte. So habe ich unterwegs um Schacht fluchend 2 Stunden gebraucht. Opfer lieber einen Urlaubstag oder zwei. Ist kein vergnügen, ohne Motor in einen fremden Hafen, der möglicherweise noch eng und voll ist, hinneinsegeln zu müssen. ?

    • Hallo Stephan. Entschuldige bitte meine verzögerte Antwort… Danke für deine Worte. Zum Glück hat es sich ja mit der Ella ergeben ♥

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