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Die Angst Träume zu verwirklichen, gute Mantras und das Gesetz der Anziehungskraft

Der Sommer ist zu Ende und somit auch die Segelsaison 2020…
für viele… aber nicht für mich! Ich leg los…
vom Segelboot zur Yacht. A dream comes true.

Also zumindest mir meine Träume zu verwirklichen schaffe ich immer wieder. Ein wahnsinnig großes Privileg irgendwie, aber auch irgendwie nicht. In meiner Vorstellung kann es jeder schaffen, wenn er/sie es nur richtig doll will und hier und da bereit ist gewisse Kompromisse einzugehen. Und dann braucht es vielleicht hier und da auch noch ein paar Umwege. Was ich aber sagen möchte: Wenn du einen Traum hast, dann mach dich auf den Weg ihn zu verwirklichen. Bleibe nicht träumend sitzen und warte, dass er wahr wird. Steh auf und beweg dich! Sei mutig, pack die Gelegenheiten am Schopfe und bleib dran. Aufgeben ist keine Option!

Ich könnte noch einige entsprechender Mantra verfassen und sie mit voller Begeisterung dir vorsprechen. Also wer mal einen nötigen Schub an Mut und Enthusiasmus braucht, solle sich bei mir melden…
(Den Preis für ein entsprechendes Coaching gibt`s auf Anfrage 😉 )

Angst gehört zum mutig Sein

Und im Zweifel helfen Schnapspralinen <3

Ich habe mir ja zu meinem 30. Geburtstag ein Segelboot geschenkt. Die Irmi, eine Becker 27. Beim ersten Anblick war ich direkt verknallt und wollte genau dieses Boot haben! Ich war aufgeregt, zweifelte aber nicht daran mir den Traum vom eigenen Segelboot zu erfüllen. Kurz nach dem Kauf trennte sich mein damaliger Freund plötzlich und ich bekam Angst, ob ich das alles finanziell gestemmt bekommen würde.
Er hat das Boot zwar nicht mitfinanziert oder hatte sonst wie Interesse an der Segelei bekundet, aber wir mussten die gemeinsame Wohnung auflösen und es kamen nun doch ein paar finanzielle Veränderungen auf mich zu.
Ich hatte richtig Sorgen und überlegte, ob ich das Boot direkt wieder verkaufen sollte. Diese Gedanken jedoch schob ich zur Seite. Mein Wunsch nach einem eigenen Segelboot war jedoch so groß und elementar, dass ich lieber dazu bereit war mich auf allen anderen Ebenen einzuschränken.
Und so hielt ich an meiner Entscheidung fest und behielt Irmi. Und ich bereue es NICHT!

Ja, ich musste mich einschränken. Ich habe mir nicht mehr alles so leisten können, wie vorher. Aber es fühlte sich nicht quälend an. Ich tat es gerne. Klar bekam ich Schnappatmung, wenn irgendwo wieder irgendwas kaputt ging oder irgendetwas unvorhergesehen bezahlt werden wollte. Und doch ging es dann immer irgendwie weiter.

Ich hatte aus meiner damaligen Beziehung ein ganz gutes Mantra von meinem Ex-Partner mitgenommen, das half mir in derartigen Situationen halbwegs ruhig zu bleiben und einfach zu vertrauen: Es ist nur Geld. Das kommt und geht und kommt.
Und vielleicht denkt jetzt der ein oder andere, dass es naiv ist so zu denken, aber ganz ehrlich: es ist doch irgendwie so.

Ich bin natürlich auch noch so wahnwitzig und halte an meinem Traum fest nur noch Jobs zu machen, die mir Spaß machen und mich bereichern. Das ist teilweise natürlich nicht unbedingt so eine richtig zuverlässige finanzielle Absicherung. Aber auch hier ist es ein Selbstgewähltes Schicksal. Und ich bleibe in der Zuversicht, dass ich jederzeit auch wieder einen sicheren Job annehmen kann, wenn ich das möchte. Ich bleibe also Selbstwirksam und gestalte mir mein Leben aktiv.

Aber nun schweife ich ab… zurück zum Thema Segeln und Boote…

Ich habe mir ein größeres Boot gewünscht, weil mir das Wohnen auf dem Wasser so gut gefällt und ich aber doch gerne etwas mehr Platz auf Dauer haben wollte. Ich habe also schon lange angefangen zu sparen. Jeder Euro wurde in die Spardose gesteckt. Einige Taler wanderten auch oft wieder raus und wurden für unterschiedliche Dinge ausgegeben, aber so im Großen und Ganzen lebte ich einfach möglichst sparsam und vermied es unnötig Geld auszugeben. Das nervt teilweise schon ziemlich und ich hatte auch mal Anfälle von „Ich kauf mir das jetzt, egal was es kostet!“ 😉

Das Gesetz der Anziehungskraft

Ich habe in den vergangenen Monaten alle Verkaufsportale in Deutschland, Schweden, Niederlande rauf und runter gescrollt. Morgens und Abends, teilweise noch zwischendurch.
Immer wenn mir ein Boot besonders gut gefiel, war es entweder zu teuer oder schon direkt wieder verkauft.
Manche Boote habe ich besichtigen können und oft direkt gemerkt, dass es nicht das Richtige war. Ich finde das ist bei so einem Boot schon auch wichtig, dass ein gewisser Funke überspringt und einem das Boot wirklich gut gefällt. Ich hatte immer hier und da etwas auszustehen, überlegte direkt was man wie verändern und umbauen könnte. Und das, finde ich, sollte auch nicht unbedingt als erster Gedanke im Kopf auftauchen.
Für die strukturelle Einschätzung hatte ich immer mindestens eine weitere Fachkundige Person dabei.
(Das kann ich auch jedem empfehlen. Wer sich ein Boot kaufen möchte, sollte jemanden mitnehmen, der/die vom Fach ist.)

Naja, aber ich suchte und suchte und dachte schon ich werde nie ein neues, passendes Boot finden – bzw. setzte ich mich damit auseinander den Winter in der kleinen Achterkajüte bei Björn an Bord zu verbringen. Und das stellte ich mir mehr als herausfordernd vor! In einer kleinen Kabine, in der es Sitzhöhe gibt, einen ganzen langen und dunklen Winter verbringen? Hmm… danach kann ich wirklich von „Leben auf Kleinstem Raum“ berichten und ein Buch schreiben 😉 Aber ich wollte auch auf keinen Fall mein gesamtes Geld für ein Boot mit Kompromissen ausgeben. Zumindest wollte ich verliebt sein…

An einem Abend saß ich an Bord eines Freundes, erzählte ihm von meiner verzweifelten Suche und den Gedanken den Winter womöglich in der Achterkajüte zu verbringen. Er beruhigte mich und sprach mir Mut zu weiter an meinen Traum zu glauben. Ich sollte mir vorstellen wie es sein würde auf dem Boot meiner Träume zu sein. Wie es dort aussieht, wie es riecht. Ich sollte mir meine Freude vorstellen. Er sprach vom Gesetz der Anziehung. Wenn man sich etwas genau vorstellt und bis ins kleinste Detail ausmalt, wird es so (in etwa) eintreten und quasi von uns selbst angezogen. Natürlich nicht, wenn sich einmal etwas fest wünscht und vorstellt *hhahha*
Es ist ein bisschen spirituell… kann ich ganz gut mit umgehen 😉

Und dann telefonierte ich vor einigen Wochen mit einem Freund. Ich hatte in seiner Nähe ein Boot gefunden, dass mich interessierte und ich wollte herausfinden, ob er dieses Boot oder die Eigner vielleicht kennt. (Und oh wunder, das Boot wurde Wiede verkauft, bevor ich eine Chance bekam es zu besichtigen.)
In diesem Gespräch kam aber auch heraus, dass er überlegte sein Boot zu verkaufen. Ich kannte sein Boot nicht in live. Er beschrieb mir die Aufteilung unter Deck, beschrieb mir Einzelheiten und die Segeleigenschaften. Er geriet dabei etwas ins Schwärmen und sagte, dass er es eigentlich gar nicht verkaufen möchte, aber es aus Zeitmangel eigentlich gar nicht nutzt. Wenn er es verkauft, dann nur in wirklich gute Hände. Er bot mir an, dass ich es mir ansehen solle.

Mein kleines Traumboot

Ich wurde durch seine Beschreibungen sehr interessiert, weil es scheinbar ALLE meine Wünsche erfüllte, die ich mir so überlegt hatte. Wir vereinbarten einen Termin. Und so fuhr ich vor ca 2 Wochen mit einer lieben Freundin zu ihm und dem Boot… und was soll ich sagen… Ich bin verliebt <3
Es hat alles, was ich mir gewünscht habe und ist einfach genau mein Boot! Und es ist ja auch für mich nicht nur ein Boot, sondern mein neues Zuhause. Das fühlt sich so schön an und ich freue mich so so so sehr!

Finanziell fordert es mich sehr heraus gerade, aber da vertraue ich nun einfach (wieder) auf das Mantra meines Ex-Freundes…
Und die Worte meines lieben IT-lers waren auch richtig gut: „Wir drehen immer eine Art Zahnrad. Und wenn ein Plan nicht funktioniert, drehen wir an immer größeren Rädern.“ #thinkbig #genaumeinding

Ich möchte es aber gern noch etwas spannend machen und euch erst mehr verraten, wenn ich das Boot übernommen habe.
Also dürft ihr mit mir gespannt sein *hihihi*
Aber keine Sorge, das dauert nicht lange, denn das Boot ist schon auf dem Weg nach Kiel und ihr werdet es ganz bald erfahren!!!

Ich werde nun den Abend weiter grinsend verbringen und überlege mir schon mal wo ich was verstaue und wohin der erste Törn gehen soll.
Wenn alles klappt gehts schon am Wochenende mal los.

Kim

Das ist Kim, eine segelbegeisterte, lebensfrohe und energievolle Frau, die den Schritt zum eigenen Boot wagt. Die gute Irmi scheint ihr als angemessenes Geschenk zum 30. Geburtstag (2018). Was sie so erlebt, repariert, testet, sich ausdenkt und zu berichten hat schreibt sie auf, dreht sie Videos von, hält sie in Bildern fest und spricht sie in ihrem Podcast ein. Manchmal ist sie allein, öfter hat sie ihre Freunde oder interessante Menschen an Bord. Immer ist irgendwas los, es wird nie langweilig!!!Sie hat den großen Traum um die Welt zu segeln... bis dahin sammelt sie Erfahrungen auf der Ostsee oder wo sie hin eingeladen wird. Weitere Wassersportarten werden ausprobiert und finden ggf. einen Platz in ihrem Repertoire. Sie genießt das Leben und nimmt Dich ein Stück mit... Ihre Devise: "Gib`nicht auf, sondern kämpfe für deine Träume und dann SPRING` einfach! Sturm oder Flaute - der Segelblog für Alle!

2 Comments

  1. Ooh wie toll, Schlepperqueen!
    Wenn Du mal ne Hand an Deck brauchst, sag Bescheid. Ich kann ja quasi so wech 🙂 und bring meinen eigenen Untersatz mit.
    Weil hier ist auch ein Wunsch in Erfüllung gegangen und so kann ich dann auch mit neuem Schlafplatz anreisen. Und eigentlich sieht Calli so aus wie wir uns das vorgestellt haben. Zumindest von außen 😁

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